Der Tod, ein geheimnisumwittertes Phänomen, reden wir drüber, bevor alle durchdrehen.

Wann er einsetzt, wann man es ist, wenn sich das Gewebe zersetzt, oder wenns Alter das Hirn frisst?

Ist man tot, wenn die Organe versagen, man an Beamtungsgeräten hängt, oder erst wenns Herz aufhört zu schlagen, und der Sensenmann uns ins Schachterl drängt?

Diese Frage, so faszinierend, sie auch sei, überlassen wir den Medizinern allerlei!

Was mich hier interessiert, ist was zu Lebenszeit passiert, ob der Status-quo so toll, und man sich ans Leben klammern soll?

Der Hallodri werde enttäuscht, denn schon Epikur hats erleucht, der Lebende fühle den Tod nicht, der Tote habe keine Gedankenschicht!

Und Sokrates meinte gelassen, als er den Schierlingstod hat erfassen, man solle nicht fluchen, denn gut sei der Exitus für alle, die Ruhe suchen

Mit Fokus auf den Tod, verlässt der Mensch das „Man“ so lautete doch Heideggers Gebot: Nur das Dasein befreit uns aus dem Bann!

Das Ableben eine zweischneidige Sache, so sah es Jankelevitch ohne Panikmache, als Hindernis und Werkzeug gleichzeitig, macht es das Schubladen-Urteil streitig

Ganz düster schrieb hingegen Cioran, die Geburt ein kosmischer Fehler, das Leid treibt uns in den Wahn, der Tod dagegen wie ein Roman!

Nun wollt ihr natürlich wissen, wie ich steh zu diesen Verhältnissen? Platoniker bin ich keinesweg‘, für die ewige Seele sucht man verzweifelt nach Beleg!

Drum bleibt nur jene Möglichkeit, das Leben mit Inhalt füllen in der Wirklichkeit, etwas Sinngebendes anfangen, ach, was für ein schweres Unterfangen!

Bevor ich anfange über das Leben zu klagen möcht‘ ich noch folgendes sagen: Strikt sei nach Kant zwischen Materie und Form unterschieden, denn unabhängig vom Sinn ist jedem/:r Würde beschieden!

Und nochmals fürs Protokoll: Kein Leben wertlos, kein Leben verachtungsvoll!

Und doch mag man sich fragen, wie als Greis umgehen mit den Plagen? Und wie verhält man sich im Sterbebett, wenn das Leben fertig ist, komplett?

Wenn er da ist, lasse los, sei nicht eingebildet, so hirnlos, denn mächtiger als die Natur, ist wohl keiner, egal wie sturr!

Somit ist die Antwort klar, nun zur nächsten, wunderbar! Wie verhält sich ein junges, einsames Wesen, dessen Leben noch nicht gewesen?

Das wohl weiß, mit der Geborgenheit klappts nie, und in dem Leben wird es auch kein Genie! Das wohl weiß, Mutterseelenalein-Sein ist Normalität, und jede Woche gibts Guinness mit Qualität!

Für jene habe ich eine Idee, sei nicht so dumm wie Werter, ohje! Denn Hirnspinstige hom ma knur, uns fehlen doch Adolescente mit Struktur!

Drum Einsame hört die Signale, auf zum entscheidenden Gefecht! Unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht!

Das probate Mittel, ein neues Verhaltenskapitel, für alles was keucht und fleucht: Mit dem Ist-Zustand umgehen lernen, egal wie verseucht!

Denkt doch wie Voltaire, und führt stoisch fort eure Karrier‘: „Das glücklichste aller Leben ist eine geschäftige Einsamkeit.“ Wie schön doch diese Heiterkeit!

Denn der Tod kommt sowieso, mit Sicherheit!

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